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Pidhrushna gewinnt Sprint

28.01.2012, Osrblie / IBU Info TO
IBU OEM Biathlon in Osrblie, SVK
Olena Pidhrushna aus der Ukraine hat den 7,5 km Sprint der Frauen bei den IBU Offenen Europameisterschaften 2012 in Osrblie, Slowakei, gewonnen. Sie blieb fehlerfrei und schien auf den Skiern wie beflügelt und absolvierte die Strecke in 20:23.0 Minuten, womit sie 29,4 Sekunden schneller war als ihre zweitplatzierte Mannschaftskollegin Valj Semerenko, die heute zwei Strafrunden absolvieren musste. Dritte wurde die Polin Weronika Nowakowska-Ziemniak mit einem Fehler und 35,3 Sekunden Rückstand.

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Auf dem vierten Platz landete die Deutsche Nadine Horchler, die fehlerfrei blieb und 44,9 Sekunden Rückstand hatte. Fünfte wurde die Kasachin Darya Usanova mit einem Fehler und 49 Sekunden Rückstand vor Ekaterina Shumilova aus Russland mit zwei Fehlern und 50,6 Sekunden Rückstand.


Kämpfen wegen niedriger Startnummer


Pidhrushna war bereits als 16. gestartet und ging den Wettkampf zunächst langsam an. Doch nachdem viele der vor ihr gestarteten Athletinnen im Stehendanschlag patzten, übernahm sie hier die Führung und baute sie mit einer schnellen Schlussrunde noch aus. Sie erklärte im Ziel, dass dies genau ihre Strategie gewesen war: „Das Rennen heute war hart, wegen der schwierigen Strecke und der Kälte, denn im Weltcup war es in diesem Winter noch nicht so kalt. Dort hatten wir fast immer Temperaturen über dem Gefrierpunkt und hier ist es Minus 10 Grad. Außerdem habe ich vergessen, die Ski markieren zu lassen und habe das erst eine Minute vor dem Start gemacht. Doch beim Start habe ich das alles vergessen und bin einfach gerannt. Ich wusste, ich muss kämpfen, weil ich eine niedrige Startnummer habe und die ganzen guten Athletinnen erst in der Mitte des Wettkampfs dran sind.“


Zwei Fehler sind schlecht


Hinter ihr erkämpfte sich Valj Semerenko durch eine starke Schlussrunde den zweiten Platz, denn nach je einem Fehler im liegenden und stehenden Anschlag war sie acht Sekunden hinter Nowakowska-Ziemniak auf die Strecke gegangen, lag im Ziel aber sechs Sekunden vor der Polin. Sie erklärte: „In meiner derzeitigen Form sind zwei Fehler schlecht. Ich hatte erwartet, stehend oder liegend null Fehler zu schießen und bin überrascht, dass ich mit zwei Fehlern so weit vorne bin. Die Trainer haben mir auf der Strecke immer die Ergebnisse durchgesagt, das hat mir heute sehr geholfen.“


Geburtstagsgeschenk


Die Polin Nowakowska-Ziemniak hatte heute nicht mit einer Medaille gerechnet: „Ich habe erwartet, dass die Ukrainerinnen hier in sehr guter Form sind und ich wusste, dass es sehr schwer werden würde, hier eine Medaille zu gewinnen. Ich wusste aber auch, dass der Schlüssel zur Medaille das Schießen ist und habe mich daher darauf konzentriert. Ich freue mich sehr über diese Medaille, das heute ist sicher eines der besten Ergebnisse in meiner Karriere. Mein Bruder hat heute Geburtstag und das ist mein Geschenk an ihn.“


Nur acht Frauen werden morgen im Verfolgungswettkampf innerhalb der ersten Minute auf die Strecke gehen, allerdings liegen die Athletinnen dahinter eng beieinander und mit vier Schießeinlagen und der schweren Strecke hier wird der Kampf um die Medaillen auch bei den Verfolgungswettkämpfen morgen spannend.


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